Unser letzter Stopp unserer kleinen gemeinsamen Spanienreise ist nun erreicht, er heißt Sevilla (Bild links via). Doch kein Grund zur Traurigkeit, denn was euch in Sevilla alles Tolles erwartet, ist einfach umwerfend und steckt den „Abschiedsschmerz“ allemal in die Tasche. Auch hier habe ich wieder meine Top 5 für euch zusammen gefasst. Für Sevilla ist es mir ganz schön schwer gefallen mich auf 5 Musts zu beschränken, ich hoffe ich habe mich für die besten Tipps entschieden, aber seht einfach selbst:
Alcázar-Palast: Wie auch für viele andere Andalusische Städte typisch, besitzt auch Sevilla einen maurischen Palast (ähnlich der Alhambra in Granada). Ein Saal prächtiger als der andere, eine Halle eindrucksvoller als die andere, ein Innenhof träumerischer als der andere… Beim Spazieren durch den Palast kann man wieder die arabischen Einflüsse beobachten und fühlt sich so ein bisschen wie in 1001 Nacht. Doch das Allerschönste an der Alcázar sind ganz eindeutig die Gärten. So etwas Schönes sieht man wirklich selten. Palmen so hoch man nur gucken kann, Orangenplantagen, exotische Pflanzen liebevoll arrangiert, malerische Brunnen… also wirklich, alles erinnert an das Paradies.
Kathedrale Maria de la Sede: Schon wieder eine langweilige Kirche?? Nein, denn die Kathedrale von Sevilla hat wirklich eine spannende Geschichte. Denn nicht nur das die gewaltige Größe des Gotteshauses mehr als überwältigend ist (es ist übrigens die größte gotische Kathedrale der Welt), viel beeindruckender ist, dass einst an seiner Stelle eine Moschee stand. Das meiste des alten Bauwerks wurde vernichtet und durch gotische Elemente ersetzt, doch neben der Kathedrale steht noch die Giralda, ein viereckiger Glockenturm, der früher der Moschee als Minarett diente. Wieder verzaubern arabische Einflüsse die südspanische Stadt. Den Glockenturm kann man auch besteigen, von dort hat man einen super Blick auf ganz Sevilla.
Plaza de Espana: Der Plaza de Espana ist wohl der bekannteste Platz Sevillas und hat mich von allen Sehenswürdigkeiten in Sevilla am meisten in seinen Bann gezogen. Ein riesiger Platz umgeben von einem halbkreisförmigen Gebäude, Türmchen, ein großer Springbrunnen in der Mitte, ein kleiner Kanal und süße Brücken, roter Backstein, bunte Kacheln, an den Wänden befinden sich Kachelbilder, die die 48 spanischen Provinzen repräsentieren sollen… ach es ist so verdammt schwer das gebührend für euch zu beschreiben. Man muss einfach da gewesen sein. Ich habe mich wie in einem Märchen gefühlt.
Barrio Santa Cruz: Das Viertel Santa Cruz, befindet sich direkt neben dem Palast und ist einer der ältesten Stadtteile Sevillas. Das Viertel wird von einer hohen Mauer umgeben und war einst im Mittelalter das Judenviertel der Stadt. Was den Bezirk so besonders macht? Enge, gewundene Gassen, weißgetünchte Häuser, malerische Dachterrassen, süße Innenhöfe und gemütliche Plätze. Begibt man sich nach Santa Cruz, begibt man sich im wahrsten Sinne des Wortes auch auf eine kleine Zeitreise. Auf keinen Fall entgehen lassen…
Bild Santa Cruz: via
Tapas: Nach 2 Woche und jeder Menge gutem, spanischen Essen (wohlbemerkt jeder Menge Tapas) kann ich mir ein kleines Ranking der spanische Küche erlauben. And the winner is…Sevilla! In Sevilla bekommt man mit Abstand die besten Tapas. Super lecker und gar nicht mal so teuer. Sucht euch am besten ein Bilderbuch-Restaurant in einer Seitenstraße in Santa Cruz, bestellt euch kleine Leckereien und einen Vino dazu und genießt die Spanische Lebensfreude!
Sevilla ist wirklich eine Reise wert. Die Stadt steckt an jeder Ecke und in jedem Winkel voller Geschichte. All die Einflüsse der verschiedenen, zeitweiligen Eroberer Sevillas machen die Stadt zu etwas ganz Besonderem!

