Travelguide Städtetrips – Gibraltar

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Ein kurzer Abstecher nach Gibraltar! Genauso lautete meine Devise, denn leider hatte ich nur einen einzigen Tag um das Gebiet zu erobern. Aber ich kann euch sagen, Gibraltar ist nicht besonders groß, ein Tag reicht in meinen Augen vollkommen aus (Bild links via).

Gibraltar mag vielleicht klein sein, dafür ist es aber irgendwie etwas ganz Besonderes. Denn obwohl Gibraltar auf der iberischen Halbinsel liegt… gehört es trotzdem zur britischen Krone. Möchte man also Gibraltar besuchen, so muss man zuerst einmal die Grenze passieren. Und plötzlich kommen einem alle Schilder und Inschriften nicht mehr total spanisch vor, sondern, ihr könnt es leicht erraten, englisch! Das ist schon ein witziges Gefühl, im Grunde ist man im selben Land, aber irgendwie auch wieder nicht. Auch wenn kein sonst typisch britischer Linksverkehr herrscht, erinnert der Rest wirklich an die UK (selbstverständlich müssen die Euros auch in Pfund umgetauscht werden). Was mich besonders fasziniert hat, obwohl die eigentliche Amtssprache Englisch ist, so sprechen die meisten Einheimischen einen Mix aus Englisch und Spanisch (für das Laienohr: ein Satz beginnt auf Englisch und wird auf Spanisch beendet). Echt verrückt! Das wäre im Übrigen die perfekte Sprache für mich, weiß ich auf Englisch nicht weiter, kann ich auf Spanisch ausweichen und umgekehrt…

Gibraltar liegt wie der Name schon sagt an der Meerenge der Straße von Gibraltar und ist damit der Punkt Europas, der am dichtesten an Afrika liegt. Vom sogenannten Europa Point aus kann man (bei guter Sicht) sogar bis rüber nach Afrika schauen, sehr beeindruckend! Neben dem Europa Point sollte auf jeden Fall auch noch der Fels von Gibraltar besucht werden, der lohnt sich gleich in mehrfacher Hinsicht. Mit einer Seilbahn fährt man ca. 10min den Felsen 425m hoch und hat von dort oben aus einen klasse Ausblick auf ganz Gibraltar und noch viel mehr. Neben der facettenreichen Fauna spaziert man auf dem Felsen auch ein wenig in der Vergangenheit. Denn auf dem Felsen sind Mauern, Festungen und Verteidigungsanlagen des Krieges und Tunnelsysteme aus dem zweiten Weltkrieg weitestgehend erhalten und zum erforschen da. Außerdem befinden sich neben der bekanntesten Tropfsteinhöhle St. Michael’s Cave noch über 100 weiter Höhlen, die es zu erforschen gilt. Aaaaber das aller, aller Beste am Felsen von Gibraltar sind ganz eindeutig die Affen! Ja richtig gehört, Affen, Berberaffen um genauer zu sein! Die leben nämlich freilaufend auf dem gesamten Felsen von Gibraltar. Über die Herkunft der Affen gibt es mehrere Theorien, Fakt ist aber, dass sie da sind und sie sind einfach zu süß. Die meisten Äffchen haben sich schon an all die vielen Menschen gewöhnt und sind gar nicht mehr scheu, aber Vorsicht, es sind immer noch wilde Tiere, also schön aufpassen. Ach und, Füttern streng verboten!!!

Viele Städte Andalusiens haben gewisse Gemeinsamkeiten, Gibraltar ist tatsächlich richtig einzigartig. Etwas in der Art erlebt man sonst nirgends, Gibraltar kann ich also nur wärmstens empfehlen, ich war total begeistert!!!

PS: Kleiner Geheimtipp von mir: Wenn man mit dem Bus nach Gibraltar fahren will (zum Beispiel von Málaga aus, die Fahrt dauert nur 2 h und ist ziemlich billig) empfiehlt es sich, nicht direkt bis nach Gibraltar zu fahren, sondern bis nach La Línea, denn das Busticket ist bis dorthin um einiges günstiger. Die kleine spanische Stadt liegt direkt an der Grenze, es ist also kein Problem den Grenzübergang zu Fuß zu passieren

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